Die Geschichte des Wasserstrahlschneidens
KMT Waterjet fertigt und installiert die erste kommerziell genutzte Wasserstrahlschneidanlage
In den frühen Tagen der Entwicklung der Wasserstrahltechnologie wurde in erster Linie die Spülkraft des Wassers genutzt. Seit Mitte der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts lässt sich eine Wasser-Hochdruckanwendung erwähnen, als in Gießereien der Bedarf nach neuen und produktiveren Verfahren der Nassaufbereitung von Gussteilen stieg und sich im Bergbau die Notwendigkeit zur Kohle- und Edelmetallgewinnung aus den steil und tief hinabreichenden Lagerstätten ergab. Der technisch seinerzeit machbare Wasserdruck lag bei rund 100 bar. Im Jahr 1968 ließ sich Dr. Norman Franz, Professor an der University of British Columbia in Kanada, das erste Konzept für ein Hochdruckwasserstrahl-Schneidsystem patentieren. Jetzt konnte schon Wasserdruck in Höhe von rund 700 bar zum Einsatz kommen. Das erste Wasserstrahlschneidsystem mit einem Druck von 4.000 bar wurde vom Geschäftsbereich Papertube des Unternehmens Alton Box Board Co. im Jahr 1971 in Betrieb genommen. Die geringe Rate bei der Materialabtragung ließ es jedoch (noch) nicht zu, auch Metall zu schneiden. Dieses Problem wurde in den frühen achtziger Jahren durch Verbesserung der Materialabtragungsrate gelöst, indem man dem Wasserstrahl Feststoffpartikel (Abrasivstoffe) beimischte. Dieses so genannte Abrasivverfahren erlaubt es heute, auch die härtesten Materialien zu schneiden und zu bearbeiten.











